Ein Sonntag mit den Backstreet Boys

Für diesen angekaterten Sonntag habe ich die perfekte Nachmittagsunterhaltung auf Netflix gefunden: Die Backstreet Boys-Dokumentation „Show ‚em what your’re made of“. Ich gehörte damals zwar „Team CITA“ an (für Nichtwissende, das steht für: Caught in the Act), aber natürlich habe ich auch immer die Konkurrenz im Auge behalten. Und das war nicht schwer, denn in den 90ern gab es kein Vorbeikommen an den Backstreet Boys.

Sie zierten die Titel aller wichtigen Zeitschriften von BRAVO bis Popcorn. Sie waren auf allen relevanten CD-Samplern vertreten und wurden im Radio wie im Musikfernsehen (das gab es tatsächlich!) rauf und runter gespielt. Ein paar Jahre später sind sie dann langsam von der Bildfläche verschwunden – zusammen mit all den anderen bunt angezogenen Jungs, die mit eingeölten Oberkörpern und aufgeknöpften Hemden für kurze Zeit den großen Traum einer Musikkarriere hatten träumen dürfen.

Backstreet’s Back

Regisseur Stephen Kijak hat die Backstreet Boys 2013 zu ihrem 20-jährigen Jubiläum mit der Kamera besucht, um sie ins Studio und zu den Vorbereitungen ihrer großen Reunion-Tour zu begleiten. Dabei erzählten ihm die einstigen Teenie-Stars ihre Geschichte und die ist gar nicht mal so langweilig wie zunächst befürchtet. So begleitete er die einzelnen Bandmitglieder u.a. auch an die Orte ihrer Kindheit, wo prompt einige Stories zu Tage kamen, die man so jetzt nicht vermutet hätte: Zum Beispiel am Haus von Familie Carter, wo Nick sich daran erinnerte, wie seine betrunkenen Eltern sich stundenlang angeschrien und vor Wut mit der Pistole aus dem Fenster geschossen haben, während er in seinem Zimmer saß und sich die Ohren zuhielt.

Boygroup Sonntag

Alles in allem also eine wirklich unterhaltsame Doku für alle, die in den 90ern Bravo-Starschnitte gesammelt, VIVA geguckt und in irgendeinen Boy aus einer Band verliebt waren. Und der Soundtrack ist natürlich auch nicht der schlechteste. Muss man ja keinem erzählen.

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