Jahresrückblick: Holy Shit!

Was für ein Jahr! Es ist so viel passiert, dass mir monatelang schwindelig war. Erst jetzt, wo ich mit einer Plätzchenplautze unterm Weihnachtsbaum liege, lässt langsam das Klingeln in den Ohren nach und ich realisiere all die verrückten Dinge, die in den vergangenen zwölf Monaten passiert sind: ein Umzug, ein Antrag, ein neuer Job und ganz viele Tote. Aber alles der Reihe nach.

Januar

In Österreich war die Welt noch in Ordnung.

In Österreich war die Welt noch in Ordnung.

2016 begann mit einer klassischen Neujahrsdepression. Lemmi war tot und der langersehnte Urlaub vorbei. Hinter mir lag eine Spitzenwoche, hoch oben auf einem österreichischen Berg, wo ich umgeben von BFFs Looping Louie gespielt und nachts im Arm meines Freundes geschlafen hatte. Doch das war nun vorbei. Die Rückfahrt war ein einziger Alptraum. 16 Stunden lang umfuhren wir einen Stau nach dem anderen und rollten in Zeitlupe der Forsetzung einer Fernbeziehung entgegen, deren Ende noch in unbestimmter Zukunft lag. Meine Laune war schlicht und ergreifend mies. Zurück in meinem trostlosen Berliner Apartment starrte ich auf den bröckelnden Stuck über meinem Bett und vermisste den tätowierten Arm unter meinem Kopf und den schnarchenden Hund auf meinem Bauch. Meine einzige Ablenkung blieb die Arbeit, die Schuld an all dem war. In der Redaktion ging es drunter und drüber. Die Veröffentlichung von David Bowies neuem Album „Blackstar“ stand kurz bevor und wir hatten eine umfangreiche Story geplant, die zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag erscheinen sollte. Doch an dem besagten Morgen, wurde ich von einer Spiegel Online-Meldung geweckt. Bowie war tot. Ich musste ins Büro rasen und mir eine neue Überschrift ausdenken.

Februar

Mein 31. Kindergeburtstag

Mein 31. Kindergeburtstag

Nachdem mein runder Geburtstag im Vorjahr dem Anlass entsprechend eskaliert war, wollte ich meinen 31. im Nachthemd verbringen. Ich hatte Heimweh und wollte es gemütlich haben. Also fuhr ich nach Hessen und lud meine besten 12-15 Freunde zu meiner Mama nach Hause ein. Dresscode: Schlafanzug! Noch während ich Pinguin-Happen aus Mozzarella-Bällchen und schwarzen Oliven formte, fühlte ich mich von Minute zu Minute schlechter. Unter meiner schmerzenden Haut braute sich eine heftige Grippe zusammen. Ich gab mir die volle Ibuprofen-Dröhnung und riss mich zusammen, als meine pyjamierten Gäste eintrafen. Wir schauten uns die Videos unserer letzten gemeinsamen Urlaube an und ich stopfte Fingerfood in mich hinein, bis die Zeit reif war, Geschenke auszupacken. Pizza-Schuhe und Einhorn-Malen-nach-Zahlen verpassten mir tatsächlich noch einen letzten Adrenalinschub, bevor am nächsten Tag das böse Erwachen folgte. Schmerzmittel- und Glückseligkeitsrausch hatten nachgelassen und ich fühlte mich hundsmiserabel. Auf dem Heimweg nach Essen konnte auch die voll aufgedrehte Heizung nicht das Klappern meiner Zähne stoppen und als wir schließlich ankamen, hatte ich 40°C Fieber. Am nächsten Tag schleppte ich mich zum Arzt und glaubte, dass es nicht mehr schlimmer kommen konnte. Doch dann rief mein Chef an. Man hatte meinen Lieblingskollegen gefeuert, meinen Komplizen, mit dem ich zusammen die Redaktion des Grauens leitete. Meine Motivation, jemals wieder gesund zu werden, verpuffte von einem Augenblick auf den anderen. Vielleicht wurde ich das Fieber und die grässlichen Gliederschmerzen auch deshalb über zwei Wochen nicht los. Ich war ein fiebriges Wrack.

März

Verliebt. Verlobt. Beschwipst.

Verliebt. Verlobt. Beschwipst.

Die Tage in Berlin begannen sich zu ziehen. Unterfordert im Job und genervt vom Pendeln realisierte ich, wie sehr mir alles fehlte. Wie sehr mir der Mensch an meiner Seite, die Hundeküsschen am Morgen und mein Zuhause in Essen fehlten. Ich war Berlin auf seltsame Weise entwachsen und hatte keine Lust mehr, dort neue Erinnerungen zu schaffen. Stattdessen schwelgte ich in denen an eine längst vergangene Zeit und vermisste mein neues Zuhause. Selbst Highlights wie das Refused-Konzert in der Columbiahalle konnten bloß kurz für Ablenkung sorgen, daher freute ich mich sehr, dass eine Woche Urlaub mit meinen Jungs vor mir lag. Im Hotel an der holländischen Küste angekommen, bekamen wir eins der ungemütlichen Fliesenzimmer, in die man dort offensichtlich die Hundehalter steckte. Doch uns war alles egal. Hauptsache, wir waren zusammen – weit weg vom Alltag. Wir machten lange Spaziergänge im Nieselregen, aßen Fischbrötchen zum Frühstück und tranken Gin Tonic am Nachmittag. Dann kam mein großer Tag: nach monatelanger Vorbereitung sollte endlich dieser Blog online gehen. Scheiße, war ich aufgeregt. Als ich den Link schließlich auf Facebook postete, klopfte mein Herz bis in beide Ohrläppchen. Den Rest des Tages aktualisierte ich mein Profil und euer Feedback versetze mich in eine glückselige Schockstarre.

Böhmi gefällt das

Böhmi gefällt das

Als dann auch noch Herr Böhmermann höchtpersönlich einen meiner Artikel likte, glaubte ich bereits nach 24 Stunden auf dem Zenit meiner Blogger-Karriere angekommen zu sein. Doch schon kurz darauf wurde all das von einem anderen Mann in den Schatten gestellt. Es war arschkalt, als er nach vier Jahren wilder Ehe plötzlich meine Hand nahm und die ganz große Frage stellte. Ich war verlobt.

April

hi.hi.hi.

Beziehungsstatus Upgrade

Die ersten Wochen als Verlobte waren verrückt. Ich bekam Muskelkater vom Grinsen und musste in unerwarteten Situationen vor Freude quietschen. Das alles war seltsam erwachsen. Ich machte Tippfehler, weil ich beim Schreiben meinen Ring anstarrte und die Entfernung zwischen Berlin und Essen war mit einem Mal viel besser zu ertragen. Plötzlich genoss ich es wieder, in Berlin zu sein. Ich ging auf Konzerte, kaufte den Record-Store-Day leer und traf mich in jeder freien Minute mit Freunden. Ich begann, mich zu verabschieden.

Mai

urbanlifestyletrash.com bei dem Versuch ach-mensch.de unter den Tisch zu trinken

urbanlifestyletrash.com bei dem Versuch ach-mensch.de unter den Tisch zu trinken

Der Mai startete mit einem längst überfälligen Besuch meiner Lieblingsfranziska. Wir tranken Caipis auf dem Myfest in Kreuzberg, unterstützten Bernie Sanders Wahlkampf durch einen Button-Kauf und nach den Strapazen der re:publica machte ich meine Freundin Berliner Luft-abhängig. Rückblickend war dieser Frühling wohl die schönste Zeit meines Exils. Die Sonne war zurück und auf einmal gab es wieder ein Leben nach Feierabend – am Kanal, in Parks und Kneipen. Meine besten Freunde verkündeten überglücklich, dass sie bereits seit drei Monaten einen Alien im Bauch meiner Freundin züchteten und wir anderen ließen uns als Zeichen unserer Verbundenheit ein Stück Freundschaftspizza tätowieren. Meine Mama kam mich besuchen und wir machten eine dieser Spreefahrten mit Pilsener und Kartoffelsuppe. Noch wilder wurde es, als meine alte Punkrock!-Redaktions-Crew sich die Ehre gab. Wir machten unserem Namen alle Ehre – mein Kater dauerte volle drei Tage. An meinem Essen-Wochenende gingen wir auf ein Annenmaykantereit-Konzert in Dortmund und tanzten auf einer Hochzeit zu Fettes Brot. Am Tag darauf suchten wir eine Location für unsere eigene aus. Was für ein Wonnemonat!

Juni

Schlaflos in Friedrichshain

Schlaflos in Friedrichshain

Der Juni war so lala. Die Rigaer94-Aufstände vor meiner Haustür ließen mich nicht schlafen und die Polizei erdreistete sich gleich zweimal, mir den Zugang zu meiner eigenen Wohnung zu verwehren. Es war zum Kotzen. Immerhin machte sich in dieser Zeit mein Presseausweis bezahlt, denn sobald ich den zückte, wurde ich umgehend von zwei Beamten zur Tür geleitet. Ein kleines Highlight war hingegen die Al & The Black Cats-Show im Wild at Heart. Ich hatte meine Freunde aus Freiburg und den USA schon ewig nicht gesehen und so versackten wir stilecht hinter der Bar bis die Sonne aufging. Am Himmel über Großbrittanien zogen währendessen düstere Wolken auf. Britische EU-Gegner pöbelten mittlerweile auf einem ganz neuen Niveau und am 23. Juni  passierte das Unfassbare: 51,89% der Wähler stimmten für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und somit gegen ein weltoffenes Europa. Zurück blieb ein gespaltenes Land und die Frage: „In was für einer Welt leben wir eigentlich?“

Juli

Abschied im White Trash

Abschied im White Trash

Und plötzlich änderte sich alles. Ein Vorstellungsgespräch im Hauptbahnhof, ein Probearbeitstag in Essen und die plötzliche Chance, nach Hause gehen zu können. Ich bekam den Job und sagte ja! Mit einem unterschriebenen Arbeitsvertrag in der Tasche fuhren wir eine Woche später in die Bretagne und verbrachten dort zwei der schönsten Wochen des Jahres. Der Urlaub war geprägt von Käse, Wein und Hörbüchern. Ich genoss die Sonne, das Meer, das in den Tag hineinleben und ich freute mich auf die gemeinsame Zeit, die vor uns lag. Pünktlich zur Jahresmitte hatte sich das Blatt gewendet. Zurück in Berlin, brach direkt meine letzte Arbeitswoche an und ich vermisste meine Lieblingskolleginnen und -kollegen schon, bevor ich mich von ihnen verabschiedet hatte. Meinen letzten Arbeitstag ließen wir schließlich bei Bier und Burgern im White Trash ausklingen. Wir schossen Erinnerungspolaroids mit der Instax-Kamera, die ich zum Abschied geschenkt bekommen hatte und schufen neue Erinnerungen für die Ewigkeit. Ich war glücklich, das letzte Jahr mit so tollen Menschen verbracht haben zu dürfen und wurde gerade etwas wehmütig, als mir zusammen mit der horrenden Rechnung ein Glückskeks gereicht wurde, dessen Inhalt mir fast etwas unheimlich war: „Lass Vergangenheit Vergangenheit sein – jetzt ist Zeit für einen Neubeginn.“

August

Unsere Rodeo-Crew 2016

Unsere Rodeo-Crew 2016

Auf dem Ruhrpott Rodeo ließen wir es dieses Jahr richtig krachen – also wie immer. Das Wetter war gut, die Bands machten Bock und der Bierdurst war groß – es war ein rundum perfektes Festival, mit den Besten! Eine Woche später war es für mich an der Zeit, den Job in der neuen Agentur anzutreten. Es war ein komisches Gefühl, plötzlich wieder einen Alltag in Essen zu haben. Gemeinsames Einkaufen, gemeinsames Abendessen, gemeinsame Wochenenden – auf einmal war alles so wie es sein sollte. Es dauerte ein paar Wochen, bis ich realisierte, dass ich nicht mehr nach Berlin zurück musste. Doch als ich es dann begriff, war ich sehr-sehr glücklich. Dazu kam, dass mein bester Freund bei uns einzog, um in Essen eine Fortbildung zu machen: mein Bruder. Ich hatte alles zurück, was ich so schmerzlich vermisst hatte und merkte erst jetzt, wie erschöpft ich vom ewigen Pendeln war. In der neuen Redaktion lebte ich mich schnell ein und schon nach kurzer Zeit fühlte es sich an, als sei ich nie weg gewesen.

September

Mr. und Mrs. Gatsby in spe

Mr. und Mrs. Gatsby in spe

Einer der größten Vorteile an Essen war die wiedererlangte Nähe zu Hessen. Die zweieinhalbstündige Autofahrt ließ sich locker auch freitags nach Feierabend zurücklegen, wenn mir der Sinn nach einem Wochenende bei meiner Ma und alten Freunden stand – von Berlin aus war das undenkbar gewesen. Im September verbrachten wir einen besonders schönen Samstag in der Heimat. Aufgebrezelt wie Mr. & Mrs. Gatsby wurden wir von zwei Lieblingsfreunden den ganzen Tag durch Wald und Feld gefahren, wo sie uns pfeffitrinkender Weise für unsere Hochzeitseinladungen fotografierten. Anfangs zierten wir uns noch, doch dann entdeckten wir ungeahnte Modelqualitäten in uns und verbrachten einen der schönsten Tage des Jahres miteinander. Das Heiraten können wir uns im Grunde jetzt sparen, denn ein unvergesslicher Tag in feiner Garderobe liegt dank F&M bereits hinter uns.

Oktober

Auszeit auf Mallorca

Auszeit auf Mallorca

Der Oktober begann mit einer Mädchenreise und hörte mit einer anderen wieder auf. Zuerst packte ich meine Mama ein und fuhr mit ihr für ein Wochenende nach Holland. Wir landeten in einem kleinen Schlosshotel am Rande von Maastricht und shoppten ein Wochenende lang durch die Stadt bis unsere Füße pochten. Wir aßen in einem alten Kellergewölbe und verkrochen uns anschließend mit einer Flasche Wein ins Bett, wo wir bis tief in die Nacht quatschten. Es tat gut, nach dem Stress der vergangenen Monate mal wieder ungestört Zeit miteinander verbringen und etwas abschalten zu können. Doch wie alle Wochenenden war auch dieses viel zu schnell vorbei. Umso mehr fieberte ich dem Besuch bei einer lieben Freundin entgegen, die es zu Beginn des Jahres nach Mallorca verschlagen hatte. In der Erwartung, dort „bloß“ eine schöne Freundinnenzeit zu verbringen, wurden bei meiner Ankunft in Palma alle Erwartungen übertroffen. Ich war dem deutschen Grau entflohen und hatte es gegen ein warmes Blau eingetauscht. Wir fuhren in die Berge und aßen gegrillte Dorade. Wir tanzten die Halloween-Nacht in einer spanischen Kneipe durch und schwammen im glasklaren Mittelmeer. Wir waren glücklich. Sogar sehr.

November

Ein Hoch auf die deutsch-belgische Freundschaft

Ein Hoch auf die deutsch-belgische Freundschaft

An dem Tag, an dem Donald Trump zum Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, wurde mein Weltbild bis ins Mark erschüttert. Auch wenn ich mich bereits während des Wahlkampfes gefragt hatte, wie der sexistische Rassist mit dem orangenen Gesicht soweit hatte kommen können – echte Chancen hatte ich ihm zugegebenermaßen nicht ausgerechnet. Zu himmelschreiend sein Frauenbild, zu 1939 seine politischen Ansichten. Doch aus der anfänglichen Seifenoper wurde am 9. November bittere Realität. Rund 15 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 schaute ich ein weiteres Mal fassungslos nach Amerika und bekam es mit der Angst zu tun. Nine/Eleven – Eleven/Nine. Es klang nach einem schlechten Drehbuch, doch es war das wahrgewordene „Idiocracy“. Dabei hatte ich im Mai doch extra einen Bernie Sanders-Button gekauft, um das Schlimmste abzuwenden. Vergeblich. Es waren unsere Freunde aus Belgien, die den Monat mit ihrem Besuch retteten. Wären sie nicht gewesen, hätte Trump auch meinen November gewonnen. Doch dank den beiden habe ich nun auch schöne Erinnerungen an den Schmuddelmonat – Erinnerungen an ein Punkrockwochenende mit Sternchen.

Dezember

Oh du fröhliche Weihnachtszeit

Oh du fröhliche Weihnachtszeit

Anfang Dezember kamen mich eine Herzenfreundin aus Berlin und meine Mama besuchen, weil wir einen ziemlich absurden Termin in Essen hatten: zur Brautkleidanprobe! Als es soweit war, fand ich unser Vorhaben so bescheuert, dass beinahe gröbere Gewalt nötig war, um mich in das besagte Geschäft zu schleifen. Ich stellte mir vor, wie wir vor Lachen in Tränen ausbrachen und wegen mangelnder Ernsthaftigkeit vor die Tür gesetzt wurden – doch am Ende des Tages kam alles anders und wir öffneten in unserer mädchenhaften Euphorie gleich mehrere Flaschen Sekt. Klassische Weihnachtsstimmung wollte bei mir in diesem Jahr jedoch nicht so richtig aufkommen. In der Redaktion mussten noch zwei Hefte geschrieben werden und wenn ich abends nach zig Interviews und Meetings nach Hause kam, wollte ich nur noch ins Bett. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, als ich eines Abends nach Hause kam und einen stattlichen Tannenbaum in unserem Wohnzimmer vorfand. Er war mal wieder besonders gerade gewachsen und ich begann aufgeregt ihn mit Chewbacca-Kugeln, Bambis und Dinosauriern zu schmücken. An diesem Abend aßen wir Ente mit Rotkohl und guckten „Kevin allein Zuhaus“. Im Gegensatz zu Kevin war ich es nicht mehr und zum ersten Mal seit meiner Rückkehr dachte ich darüber nach, was seit Österreich alles passiert war. Doch leider war das zweitausendsechzehntsche Hiobsptenzial noch nicht erschöpft. In der Weihnachtswoche trendete mit #prayforberlin ein Hashtag, den ich niemals hatte lesen wollen. Der Terror war in Deutschland angekommen – in meinem Berlin. In der Stadt, in der ich über acht Jahre gelebt und die ich erst vor wenigen Monaten verlassen hatte. Wie hypnotisiert verfolgte ich die Berichterstattung der Reporter, die in der mir vertrauten Kulisse standen und von zwölf Toten und 50 Verletzten sprachen. Terror eines kranken Arschlochs, auf einem Weihnachtsmarkt, den auch ich schon mal besucht hatte. Terror, der tausenden weiteren Arschlöchern Grund zur Hetze gab.

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Ich bin müde. Erschöpft von einem turbolenten Jahr, das viele Überraschungen, aber auch unzählige schlechte Nachrichten bereithielt. Ich konnte das „Fern“ vor meiner Beziehung streichen, habe viele tolle Menschen getroffen und Orte besucht. Ich habe einen neuen Job und mit diesem Blog auch eine neue Berufung gefunden. Doch es fühlt sich scheiße an, in einer Zeit zu leben, in der traurige Geschichte geschrieben wird. Der Hass der Wütenden nimmt zu und während ich Pläne für die Zukunft mache, frage ich mich, wo das alles hinführen soll. Brexit, Trump und dumme Menschen – ich hoffe, dass wir uns bereits auf dem Gipfel des Scheißhaufens befinden und 2016 nicht bloß der Anfang war. Doch Hoffen allein bringt nichts. Also nutzen wir die Zeit zwischen den Jahren, um durchzuatmen und Kraft für 2017 zu sammeln. Schaut nicht weg! Bietet den Sexisten, Rassisten und homophoben Arschlöchern da draußen die Stirn! Macht diese Welt zu einem besseren Ort und seid füreinander da, wenn es drauf ankommt. Zusammen sind wir cool – vergesst das nicht!

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