Iggys Filmstart: Gimme Danger

Foto: Warner Music

Am 27. April kommt Jim Jarmuschs Dokumentation „Gimme Danger – The Story Of The Stooges“ in die Kinos. Der Soundtrack zur Doku erscheint schon heute, zum 70. Geburtstag von Iggy Pop.

Mit ihrem aggressiven Stil sprengten die Stooges Ende der Sechziger einen gewaltigen Krater in die damalige Musiklandschaft. Und das nicht nur musikalisch – auch Iggys skandalöse Auftritte machten bald von sich reden. Mit ihren provozierenden Songs und dem rauen Sound kreierten die Jungs aus Michigan eine neue Ära. Sie legten das Fundament für das, was man später „Punkrock“ nannte und prägten damit die gesamte Rockgeschichte. „Keine andere Band in der Geschichte des Rock’n’Roll konnte mit der Kombination von schwer pumpenden Urklängen, gespickter Psychedelia und knirschendem Blues mithalten. Es gibt keinen Vorläufer für die Stooges, während jene, die ihrem Einfluss unterliegen, heute Legion sind,“ fasst Jim Jarmusch zusammen, der unter anderem bereits bei Kultfilmen wie „Night On Earth“ und „Coffee and Cigarettes“ Regie geführt hat.

Jim Jarmusch – König des Indiefilms

Die Songs für den „Gimme Danger“-Soundtrack, der bei Warner Music erscheint, haben Jim Jarmusch und Iggy Pop gemeinsam ausgesucht. Die leicht gekürzte Vinyl-Version der Filmmusik ist schon allein deshalb für Sammler und Fans interessant, da einige der Songs bisher nur digital erhältlich waren. Die CD-Version beinhaltet sogar 14 Songs: eine Auswahl der ersten drei Studioalben „The Stooges“, „Fun House“ und „Raw Power“. Zur Tracklist zählen legendäre Studioaufnahmen von „I Wanna Be Your Dog“, „1969“ und „Loose“, zudem sind selten gehörte Studio-Outtakes von „I Got A Right“, „I’m Sick Of You“ und „Asthma Attack“ auf der Platte zu hören. Auch ihre Detroiter Kollegen MC5 geben ein Gastspiel auf dem Soundtrack der Doku.

Iggy Pop – Godfather of Punk

Der Film widmet sich der ersten Stooges-Phase bis 1974. Im Mittelpunkt steht Iggy Pop, von dem wahrscheinlich nicht viele erwartet hätten, dass er seinen 70. Geburtstag erlebt. Schon in den Siebzigern gingen Fans auf seine Konzerte, um ihn auf der Bühne sterben zu sehen – und das war nicht mal abwägig. On Stage schnitt er sich mit Glasscherben den Oberkörper auf, strangulierte sich mit Mikrokabeln und fügte sich vor den Augen des Publikums Elektroschocks zu. Er war die fleischgewordene Verkörperung des Rock ’n‘ Rolls. Neben ihm wirkten Jim Morrison und Mick Jagger wie Klosterschüler. Als er nach seinem Einfluss auf andere gefragt wird, antwortet der junge Iggy in der Doku grinsend: „Ich habe die Sixties ausgelöscht.“ Das hat er. Und er hat Punkrock den Weg geebnet. Auch wenn das nie seine Intention war: „I don’t wanna be a punk. I wanna be.“

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